... mit 0:6 verloren, aber als Mannschaft gewonnen!

Gegen die Landesliga-Mannschaft des HSV haben wir uns am vergangenen Mittwoch im Rahmen unserer Möglichkeit glänzend verkauft. Drei Klassen sind auf Dauer einfach nicht aufzufangen gewesen, zumal wenn man bedenkt, dass der HSV nach seinem Aufstieg weitere Ambitionen hat. Aber wie gehabt, nicht zu viel über den Gegner!

Vielen war vor dem Spiel und auch direkt in der Anfangsphase eine gewisse Euphorie und damit verbunden auch Nervosität anzumerken. Gemeinsam haben wir uns da aber rausgearbeitet und konnten den eigenen 16-er doch recht gut sauber halten. Unsere 5-er-Kette war aus unserer Sicht hier ein durchaus probates Mittel und funktionierte – erstmals und hoffentlich auch ein letztes Mal angewendet – recht gut. Der Druck der Rothosen nahm kontinuierlich zu. Erst in der 21. Minute sorgte ein sehenswerter Distanzschuß für die schmerzliche aber verdiente Führung des HSV. In der 38. Minute wiederholte sich das Ganze nochmals und dann gab es in der 45. Minute – ärgerlicher Zeitpunkt - nach einem weiten Diagonalball aus der Sonne auch noch das 0:3.

In der Halbzeit waren wir uns schnell einig, die abgesprochene Linie diszipliniert durchzuhalten und nicht die Schleusen zu öffnen. Als leichte Korrektur wollten wir aber versuchen, den Ballbesitzt, trotz des Druckes, ruhiger und besser auszuspielen.

Die ersten 10 Minuten nach der Halbzeit gelang uns das dann auch ganz gut. Wir konnten das Spiel ein klein wenig offener gestalten. Dann allerdings bettelten wir ein wenig um einen Elfmeter  und die HSV-er nutzten diese Situation in der 57. Minute  geschickt aus. Fast hätte Pascal Eisenhardt den Strafstoß gehalten, aber eben nur fast. Als in der 59. Minute unverzüglich das 5:0 fiel hatte ich in den Minuten danach ein wenig Sorge. Die Spieler reagierten auf dem Platz aber klasse. Wir stemmten uns gemeinsam mit großem Kampf, fairen Mitteln und auch ein „büschen“ Glück erfolgreich gegen die Überlegenheit des Gegners. Erst in der 85. fiel das Tor zum Endstand von 0:6.

Keine Frage war die Niederlage verdient, aber wie wir uns 90 Minuten präsentiert haben, hat der Mannschaft  den Respekt der Gegner, der Schiedsrichter und der zahlreichen Zuschauer eingebracht. Viel wichtiger aber noch ist die Tatsache, dass die Spieler Spaß hatten und als Mannschaft sehr viel Positives aus dem Spiel selbst so wie aus dem Holsten-Pokal 2015 insgesamt gezogen haben. 


Gruß

Frank Eisenhardt