Der Weg der B1 Mädchen bis ins Finale

 

Alle waren sich einig. Die B1 Mädchen waren diesmal eigentlich dran. Nach vielen guten Platzierungen in den vergangenen Finalrunden sowohl im C als auch im B – Bereich mit mitunter dramatischen Niederlagen, musste es den Mädchen 2005 & 06 endlich gelingen was besonderes in der Geschichte des SV Bergstedt zu schaffen.
Mit Thomas als neuem Trainer wurden dabei schon früh die Weichen für den Erfolg gestellt. Mit hartem Konditionstraining, neuen taktischen Elementen aber insbesondere der Positionsumstellung mehrerer Spielerinnen, sorgte Thomas dafür, dass ein neuer Wind in die Mannschaft gekommen ist. Schwächen wurden erkannt und die Stärken gefördert. Die Vorrunde wurde dabei bewusst als Experimentierphase genutzt, so dass sich mitunter schwächere Ergebnisse in diesen Wochen erklären lassen. Mit einem mäßigen 5. Platz wurde die Vorrunde schließlich beendet, aber schon das erste Spiel in der Zwischenrunde zeigte, wohin der Weg führen würde. Großflottbek wurde noch vor den Sommerferien im ersten Spiel mit 4 : 2 verdient bezwungen. Das vorgezogene Endspiel um den Einzug in die Finalrunde stand dann Anfang September an. Der ungeschlagene Sieger der Vorrunde, Klipper, war in Bergstedt zu Gast. In einer sehr temporeichen und kampfstarken Partie gelang ein völlig verdienter 1: 0 Sieg für die Weinroten. Es war eines der Spiele, das man sich für ein richtiges Finale wünscht. Nach einem weiteren ungefährdeten Sieg gegen den UHC stand Bergstedt als Sieger seiner Zwischenrunde fest. Das Minimalziel Finalrunde war damit souverän erreicht. Klipper zitterte sich dagegen als Gruppenzweiter  ins Halbfinale. Plötzlich war Bergstedt der Favorit. Das spürten auch die Mädchen.
Um das Mannschaftsgefüge zu stärken, wurde am Freitag vor der Endrunde ein Kegelabend organisiert. Alle Spielerinnen, die im Kader der B1 standen oder ausgeholfen  hatten, waren anwesend. Und an dieser Stelle sei gesagt, dass Glück und Unglück oder anderes formuliert, „auf dem Spielberichtsbogen“ oder „nicht auf dem Spielberichtsbogen“ leider sehr dicht beieinander liegen. Das sind dann die unschönen Seiten bei einem Mannschaftssport. Aber das Zusammengehörigkeitsgefühl aller hat nicht darunter gelitten. Im Gegenteil. Die Mannschaft hat diesem Abend genutzt, um das gemeinsame Ziel vor Augen zu haben. Endlich sollte der Finaleinzug her!
Am Samstag stand dann der HTHC bereit. Das Spiel wurde dominiert und nach einer 2:0 Führung noch unnötig spannend gemacht. Vor sehr vielen Zuschauern vor allem aus Bergstedt – hier ein großer Dank an die vielen Unterstützer speziell aus den Reihen der B2 & B3 Spielern und Eltern, aber auch allen anderen – stand es beim Abpfiff 2:1 und damit war der Finaleinzug perfekt.
Die Rahmenbedingungen für das Finale waren perfekt. Der Gegner hieß natürlich Klipper und vor der dicht gedrängten Zuschauerschar kam es am vergangenen Sonntag zu einem packenden Finale. Es war kein schönes Spiel, aber eines kann man nicht abstreiten. Beide Widersacher schenkten sich nichts und es war von der Intensität her ein würdiges Finale. Bedauerlicherweise unterlag Bergstedt an diesem Nachmittag und vielleicht hat man die große Chance vergeben, erstmals für den SVB eine Regionalligameisterschaft zu holen. Aber ich glaube, das ist nur eine Frage der Zeit. Die Hallensaison steht schließlich vor der Tür.
Diese Truppe mit z.B. vier Spielerinnen, die zeitgleich bereits bei den Maxikids einstiegen, seitdem immer zusammengespielt haben und sich blind verstehen und vertrauen, hat die positiven Einflüsse vieler unterschiedlicher Trainer genießen dürfen und sich immer wieder gesteigert. Und ich hoffe – nein, ich bin mir sicher - , dass sie noch einige Zeit diesen Weg gehen wird um das große Potenzial auszureizen – gemeinsam in Bergstedt!

 

B.G.

 

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